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Tech & Data 20. Mai 2025 5 min Lesezeit

Barrierefreiheit für Websites wird Pflicht: Was Unternehmen jetzt für ihre Website & SEO tun müssen

Author
Bruno Löw

Founder & CEO

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Am 28. Juni 2025 tritt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) endgültig in Kraft.
Viele Unternehmen sind damit verpflichtet, ihre:

  • Websites
  • Onlineshops
  • digitalen Dienstleistungen

barrierefrei zu gestalten.

Ziel ist der gleichberechtigte Zugang zu digitalen Angeboten für Menschen mit Behinderungen – ein wichtiger Schritt in Richtung digitale Inklusion, der zugleich technische und gestalterische Anpassungen erfordert.


Wer ist betroffen?

Die Regelung gilt grundsätzlich für private Unternehmen mit digitalen Dienstleistungen, darunter:

  • Onlineshops & Buchungsplattformen
  • Banken & Versicherungen mit Online-Portalen
  • Telekommunikationsunternehmen
  • Anbieter von E-Books, Self-Service-Portalen oder Software-Geräten

Ausnahme:
Kleinstunternehmen mit:

  • weniger als 10 Mitarbeitenden
  • unter 2 Mio. € Jahresumsatz

→ es sei denn, sie bieten spezifische digitale Dienstleistungen im Sinne des Gesetzes an.


Barrierefreiheit & SEO – welchen Einfluss hat das?

Barrierefreiheit ist kein offizieller Google-Rankingfaktor.
Trotzdem lohnt sich die Umsetzung auch aus SEO-Perspektive, denn viele Maßnahmen wirken sich positiv auf die User Experience aus.

Wichtige Überschneidungen:

  • saubere HTML-Struktur & logische Überschriftenhierarchie (H1–H6)
  • Alternativtexte für Bilder (Screenreader & Google Images)
  • verständliche, sprechende Linktexte
  • optimierte mobile Darstellung
  • klare Nutzerführung & geringere Absprungrate

Diese Faktoren beeinflussen:

  • Verweildauer
  • Nutzerzufriedenheit
  • Interaktionsverhalten

→ alles zentrale Signale moderner SEO-Bewertung.

Keine direkte Google-Abstrafung

Aktuell gilt:

  • keine Strafen für nicht barrierefreie Websites
  • keine Voraussetzung für Indexierung

Aber:
Schlechte Usability kann indirekt negative Effekte auf Nutzung und Wahrnehmung haben.


Website prüfen – kostenlos mit WAVE

Ein einfacher Einstieg ist das Analyse-Tool WAVE von WebAIM:

👉 https://wave.webaim.org

Das Tool erkennt u. a.:

  • fehlende Alt-Texte
  • unzureichende Farbkontraste
  • unklare Linkbeschriftungen
  • strukturelle Probleme

→ ideal für eine erste Selbstprüfung.


Was Unternehmen konkret anpassen sollten

Wichtige Maßnahmen zur Barrierefreiheit:

  • Farbkontraste: mind. 4,5 : 1 Verhältnis
  • Alt-Texte: Beschreibung relevanter Bilder
  • Tastaturnavigation: vollständige Bedienbarkeit ohne Maus
  • Formularfelder: korrekt beschriftet & zugänglich
  • Überschriftenstruktur: logische Gliederung ohne Sprünge
  • Barrierefreie PDFs: auch Dokumente müssen Richtlinien erfüllen

Diese Anpassungen verbessern gleichzeitig:

  • Usability
  • SEO-Signale
  • Conversion-Potenzial

Fazit: Jetzt handeln lohnt sich doppelt

Die gesetzliche Frist endet am 28. Juni 2025
eine Nachfrist gibt es nicht.

Unternehmen sollten daher frühzeitig:

  • rechtliche Anforderungen erfüllen
  • Nutzerfreundlichkeit steigern
  • digitale Sichtbarkeit verbessern

Barrierefreiheit bedeutet nicht nur Compliance,
sondern auch bessere Website-Performance für alle Nutzer:innen.


Unterstützung bei Analyse & Umsetzung

Wenn Sie Hilfe bei:

  • technischer Prüfung
  • SEO-Bewertung
  • barrierefreier Umsetzung

benötigen, beraten wir Sie gern.

Author

Über Bruno Löw

Bruno ist Gründer & Geschäftsführer der adMates GmbH. Er verfügt über mehrjährige praktische & theoretische Erfahrung im E-Commerce & Online Marketing. 2016 erreichte er im Zuge der weltweiten Google Online Marketing Challenge mit seinem Team die Finale Endrunde. Sein theoretisches Wissen eignete er sich unter anderem durch sein E-Commerce Studium an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg an, welches er mit einem Bachelor of Science abschloss.